Start
Impressum
Kontakt
 
Augendiagnose Geräte
   
  Welches Augendiagnosegerät brauche ich?  
  Entscheidungshilfen zum Kauf eines Irismikroskops  
  Die Anschaffung eines Irismikroskops bedeutet eine nicht unerhebliche finanzielle Investition. Die Preisspanne zwischen den einzelnen Geräten variiert gewaltig und ist von deren qualitativen bzw. konstruktiven Eigenschaften abhängig. Vor dem Kauf sollte man sich daher über einige wichtige Fragen im Klaren sein:  
     
  Was möchte ich mit dem Mikroskop machen?  
 
  • Augen-/Irisdiagnose
  • Befunddokumentation durch Fotografie
  • Klinisch-ophthalmologische Diagnostik
 
     
  Welche Anforderungen habe ich an ein Gerät?  
 
  • Handhabung
  • Vergrößerungsstufen
  • Filtermöglichkeit
 
     
  Welche Optionen habe ich für die Zukunft?  
 
  • Erweiterungsmöglichkeiten
  • Spätere Nachrüstung
 
     
  Grundsätzlich sind bei jedem Irismikroskop 3 Elemente ausschlaggebend für die Qualität des Gerätes  
 
  • Die Beleuchtungseinrichtung
  • Die Optik
  • Die Gerätemechanik
 
 


Beleuchtungseinrichtung

Die Helligkeit des Beobachtungsfeldes wird bestimmt u.a. durch die Leuchtdichte der Lichtquelle, die Qualität der optischen Bauteile und die Gerätekonstruktion.

Anforderung farbneutrale Ausleuchtung
regelbare Lichtstärke
möglichst geringe Wärmeabstrahlung
   
Leuchtquelle Als Leuchtquelle dienen Niedervoltglühlampen oder Halogenlampen, wobei die Halogenlampe wegen ihrer hohen Leuchtdichte und Farbtemperatur zu bevorzugen ist. Gelbverfärbungen können damit besser erkannt werden.
   
Diffusor Ermöglicht eine großflächige, gleichmäßig diffuse Ausleuchtung des gesamten Blickfeldes
   
Farbfilter Grün: (Rotfreifilter) zur Kontraststeigerung, z. B. bei der Beobachtung von Blutgefäßen
Blau: zur Fluoreszenzbeobachtung
Grau: zur Reduzierung der Lichtmenge bei gleichbleibender Farbtemperatur
   
Spaltlampe Ermöglicht eine in Länge und Breite (Lichtspalt) bzw. Einfallswinkel veränderliche Beleuchtung der vorderen Augenabschnitte einschließlich der Linse.
Durch die damit möglichen speziellen Beleuchtungsarten (direkte, indirekte, regrediente, streuende sklero-corneale Beleuchtung) lassen sich bestimmte Veränderungen der Hornhaut, der Linse und des Glaskörpers besser darstellen.
Zur
Übersichtsbetrachtung der vorderen Augenabschnitte (Conjunktiva / Hornhaut / Iris / Linse) wie sie üblicherweise bei der Augendiagnose erfolgt, ist eine Spaltlampe nicht notwendig.
   

Mikroskop

Das Mikroskop ist das eigentliche Arbeitsgerät zur Betrachtung der vorderen Augenabschnitte

Anforderung Optimale stereoskopische Betrachtungsmöglichkeit in Bezug auf
Abbildungsqualität und Helligkeit
  wählbare Vergrößerung (5x – 30x)
  möglichst großes Gesichtsfeld bei möglichst großer Schärfentiefe.
Die Forderungen nach größtmöglicher Helligkeit und Schärfentiefe konkurrieren miteinander. Das hellere Beobachtungsfeld kann also, wenn die Helligkeit nicht auf der Lichtquelle beruht, den Nachteil der geringeren Schärfentiefe haben
   
Optische Güte optimale Entspiegelung (Vergütung) aller Glasflächen führt zu einem deutlichen Helligkeitsgewinn bzw. geringerem Lichtbedarf (Blendung!)
   
Vergrößerung ein mehrstufiger Vergrößerungswechsler mit festen Vergrößerungsstufen liefert immer die gleichen Abbildungsmaßstäbe (bessere Beurteilung der Größenverhältnisse)
  ein stufenloser Vergrößerungswechsler (Zoom) liefert übergangslos variierende Abbildungsmaßstäbe (optimaler Ausschnitt)
   
Auflösung kleinster zu trennender Abstand. Wird bestimmt durch die Länge des Strahlengangs und die Austrittsweite der Okulare: optimal 0,8 - 2,7 mm (je nach Vergrößerung)
   
Stereowinkel Winkel zwischen den beiden Sehachsen (Okulare) als Grundlage für die räumliche Differenzierung in die Tiefe. Optimal: 10° - 15°
   

Gerätemechanik

verbindet Mikroskop und Beleuchtung und dient der exakten Positionierung (Scharfstellung).

Anforderung Einfache Bedienung in allen Funktionsebenen des Mikroskops
in der Vertikalebene: Höhenzentrierung
in der Horizontalebene rechts/links: Seitenzentrierung
in der Horizontalebene vor/zurück: Fokussierung
   
Einhandbedienung Ermöglicht die Einstellung in der Horizontalebene und die Höheneinstellung mit einem einzigen Steuergerät: 3-Koordinatensteuerhebel („Joystick“) (Kreuzschlittenführung: links/rechts zur Zentrierung; vor/zurück zur Fokussierung).
   
Zweihandbedienung Die zur Zentrierung und Fokussierung notwendigen Bewegungen werden mit verschiedenen Steuergeräten vorgenommen
   
Einfache Lampe Bewegliche Beleuchtungseinrichtung ist nötig, damit das Auge von beiden Seiten ausgeleuchtet werden kann. Der Abstand zur Abbildungsebene variiert (Helligkeitsunterschiede müssen durch die Lichtstärke ausgeglichen werden)
   
Spaltlampe Beleuchtungseinrichtung und Mikroskop sind miteinander verbunden. Schwenk beider Komponenten um eine gemeinsame vertikale Achse:
Spalt und Beobachtungsebene werden so gleichzeitig scharf gesehen.
Die besonderen Möglichkeiten der Spaltlampe wurden weiter oben beschrieben.
   

Befund

Dokumentation dient der Archivierung, der Patientenaufklärung, Unterrichts- und Lehrzwecken.
   

Foto-
dokumentation

Analoge Aufnahme mit Farbfilm, Diafilm oder Polaroidtechnik
Empfohlen: Kodak Farb- oder Diafilm (ISO 100-200)
  Digitale Aufnahme
Empfohlen: Bildgröße ≥6 MB bei möglichst geringer Kompressionsstufe, Standard: JPEG-Format oder TIF-Format (keine Kompression/große Datei)
Der Arbeitskreis wird zur digitalen Fotodokumentation Standardregeln in Bezug auf Bildqualität (Auflösung, Farbqualität, Kontrast) und Bildbearbeitung (Autorenschutz, Sicherung des „Orginals“ usw.) erarbeiten.
   

Video-dokumentation

Vorteil gegenüber der „starren“ Fotoaufnahme: Pupillenspiel lässt sich darstellen.
Nachteil: umfangreicheres Equipment nötig
   
Voraussetzungen Fotografieren durch das Mikroskop:
Spiegelreflexkamera (empfohlen)
  Strahlenteiler, Fotoansatz, evt. Aufweitoptik zur Vermeidung von Vignettierungen (schwarze Ecken) in der Abbildung
   
  Fotografieren ohne Mikroskop:
zur reinen Dokumentation („für die Karteikarte“) genügen bereits einfache digitale Kameras.
Zur Erzielung höherer Abbildungsmaßstäbe benötigt man eine Spiegelreflexkamera mit hochwertigem Makroobjektiv und wahlweise optisches Zubehör (Vorsatzlinsen, Zwischenringe, Balgengerät, hochwertiges Makroobjektiv )
  Ein wichtiges Kriterium bei der Kamerawahl ist auch die Auslöseverzögerung, d. h. der Zeitraum, der vergeht vom Betätigen des Auslöseknopfs bis zur Aufnahme. Je länger dieser Zeitraum ist, um so schwieriger wird die Aufnahme: das Patientenauge ist ja nur für Sekundenbruchteile wirklich ruhig.
   
nach oben  

 

 
 
 
 
Montagstreffen
04.10.2010
Rainer Kern
Praxisfälle
Mehr Info und Anmeldung
 
Einführungskurs
08. - 09. Oktober 2010
"Rund um das Auge"
Ophtalmotrope Phänomenologie
Mehr Info und Anmeldung
 
Montagstreffen
08.11.2010
Sr. Petra Kropf
"Von Fall zu Fall"
Augendiagnose praktisch
Mehr Info und Anmeldung