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Zur Beurteilung herangezogen werden darüber hinaus von der Grundfarbe der Iris abweichende Farbstrukturen (Pigmente), die mit dem Fermenthaushalt zusammenhängen und angeborene oder erworbene Fehlsteuerungen anzeigen. Akute und vor allem chronische Störungen können so vom erfahrenen Irisdiagnostiker anhand spezieller Zeichen erkannt werden.
Die größte Unbekannte in dieser Rechnung ist der Faktor Zeit. Aufgrund der Augendiagnose kann niemals gesagt werden, dass sich eine Krankheit mit zwingender Sicherheit entwickeln wird. Aber unter Berücksichtigung der individuellen Risikofaktoren, die mit Hilfe der Augendiagnose erkannt werden, ist eine frühzeitige Therapie, auch im Sinn von Vermeidung schädlicher Einflüsse, und damit echte Prophylaxe möglich. Bei der Planung des Therapiekonzepts ist die Augendiagnose wiederum eine wertvolle Hilfe, weil sie organübergreifende Zusammenhänge des Krankheitsgeschehens zeigt, die so keine andere diagnostische Methode erbringt. Das bedeutet freilich keinesfalls, dass die Augendiagnose eine Alternative oder ein Ersatz für die klinischen ("schulmedizinischen") Methoden ist. Vielmehr ist sie eine wichtige zusätzliche diagnostische Hilfe für naturheilkundlich denkende und handelnde Therapeuten |
© Arbeitskreis für Augendiagnose und Phänomenologie Josef Angerer e.V. 2010
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Die Iris bietet einen unmittelbaren Einblick in das aktive Bindegewebe (Mesenchym, extrazelluläre Matrix), in dem wesentliche Steuerungsvorgänge ablaufen, weshalb man in diesem Zusammenhang auch vom System der Grundregulation spricht. Die Iris bietet damit einen Einblick in die Konstitution eines Menschen, innerhalb deren Grenzen sich die allgemeine Reaktionsweise und damit auch die Krankheitsbereitschaft für bestimmte Organe oder Organgruppen darstellt.